Rede unseres Schriftführers Hermann Wild    zum 40-jährigen Jubiliäum der OG TAUBERTAL

Rückblick auf 40 jährige Vereinsgeschichte   Jubiläumsfest 2/3. Juni 2007

Im Frühjahr trafen sich die beiden Schäferhundfreunde Herr Fritz Stoschuß aus Unterbalbach und Herr Heinz Zöller aus Lauda im Gasthaus zur Bretze und dies nicht ohne Grund, denn sie hatten in Erfahrung gebracht, dass der neue Besitzer der Bretze nicht nur Wirt, sondern ein in der Deutschen Schäferhundebewegung über die Landesgrenze hinaus international bekannter Leistungsrichter für Gebrauchshunde ist. Auf die direkte Anfrage der beiden eventuell eine OG zu gründen, konnte sich Herr Kupke noch nicht gleich entschließen, da zu einer Vereinsgründung auch Mitglieder benötigt werden. Diese fehlten jedoch zu diesem Zeitpunkt noch und es wurde zur Aufgabe solche Mitglieder zu suchen, was jedoch nicht all zu schwer war, da sie in ihrem Bekanntenkreis einige Hundeliebhaber hatten. Außerdem kannte man noch einige Sportfreunde aus früherer Zeit von der OG Bad Mergentheim.

Diese Ortsgruppe war wohl noch im Hauptverein gemeldet, hielt aber schon einige Jahre einen Dornröschenschlaf.

An einem Mittwoch im Monat Juni, genau am 28.06.1967 war es dann soweit.

Man hatte die nötige Anzahl Hundefreunde um eine neue Ortsgruppe im Verein für Deutsche Schäferhunde SV e.V. dessen Hauptsitz in Augsburg ist, zu gründen.

Am Abend traf man sich im Gasthaus zur Bretze zur Gründungsversammlung, welche von dem in dieser Sparte erfahrenen Herrn Hans Kupke geleitet wurde.

14 Schäferhundfreunde waren anwesend.

Es waren diese:

                           Herr Hans Kupke
                           Herr Heinz Zöller
                           Herr Fritz Stoschuß
                           Herr Wolfgang Unger
                           Herr Robert Häfner
                           Herr Reiner Umminger
                           Herr Paul Wolf
                           Herr Leonhard Ruck
                           Herr Friedrich Breiter
                           Herr Fritz Haase
                           Herr Paul Bamberger
                           Herr Josef Berdan
                    und Herr Werner Bürgel

Zum 1. Vorsitzenden wählte man einstimmig Herrn Kupke, welcher zugleich Zuchtwart war. Das Amt des Übungswartes übernahm Herr Zöller aus Lauda, während Fritz Stoschuß mit Unterstützung seiner Frau sich als Schriftführer und Kassierer zur Verfügung stellten.

Einen Monat später war ich auch mit von der Partie und durfte gleich in die Rolle des so genannten Figuranten – dem heutigen Helfer im Schutzdienst schlüpfen.

Der Beitrag betrug monatlich die stattliche Summe von 1 „ner“ D-Mark.

Die Gemeinde Unterbalbach unter dem damaligen Bürgermeister Wilhelm Kolb vermietete der neuen OG mit dem Namen Taubertal freundlicherweise den Platz hinter dem Sportheim der DJK nahe der Tauber.

Dieser Platz war aber leider noch ein Acker und es kostete Arbeit und einige Zeit um daraus einen Übungsplatz zu machen.

Was also wie gesagt als nächstes anfiel, waren pflügen, einsähen und einzäunen. Da aber seitens des Wirtschaftsamtes Bedenken gegen das Einzäunen wegen Hochwassergefahr kamen, konnte der Platz erst im Jahr darauf, nach der Genehmigung eingezäunt werden.

Ende 68 Anfang 69 wurden dann auch schon Pläne geschmiedet für ein Vereinsheim – was aber wieder mit sehr großen Schwierigkeiten vom Wasserwirtschaftsamt verbunden war.

Dem zum Trotz wurden dann doch Pläne auf dem Landratsamt eingereicht.

Da das Wasserwirtschaftsamt jedoch keine Genehmigung erteilte, beschloss man einen anderen Übungsplatz zu suchen und bis dahin sollte nichts mehr in den bestehenden Platz gesteckt werden.

Am 11.05.1969 wurde dann die erste Prüfung abgehalten, welche ein voller Erfolg war – eine weitere Prüfung und ein Arbeitsgemeinschaftswettkampf folgten im gleichen Jahr.

Im Februar 1970 bekam die OG ihren ersten Niederschlag.

Hochwasser hatte über Nacht den Platz in einen Schuttplatz verwandelt und die starken Betonpfosten waren umgeknickt wie Streichhölzer und der Zaun unbrauchbar zusammengewickelt wie ein Seil.

Jetzt sah man die Bedenken des Wasserwirtschaftsamtes ein und der OG blieb nichts anderes übrig, wie einen neuen Platz zu suchen.

Wieder unterstützte uns Bürgermeister Kolb unbürokratisch und stellte uns den Platz unterhalb des Wasserreservats zur Verfügung.

Mit vereinten Kräften ging man nun daran den alten Platz zu säubern, denn wir mussten ja bis zur Fertigstellung des Neuen, üben können.

Im März wurde dann mit Hilfe der Bundeswehr das Plätzchen einigermaßen eben geschoben und aus der Wüsting, und das war eine, ein ansehliches Stückchen Land gemacht.

Im Juni 70 fing man an, ein 8 auf 4 Meter kleines Sportheimchen zu bauen.

Mit viel Fleiß und Eifer ging man ans Werk und konnte trotz Prüfungen und Wettkämpfen am 17.01.1971 zur Jahreshauptversammlung in das neue Hundeheim einziehen.

Wenn auch noch viel innen und außen zur Verfeinerung des Häuschens zu tun war, so freute man sich und war stolz auf das Geleistete.

Mit der Umzäunung des Platzes und der Erstellung eines Häuschens für besondere Zwecke, waren wir im Komfort fortgeschritten so konnte man dann am 28.Mai 1972 die offizielle Platz und 1. Hundeheimeinweihung durch unseren damaligen Geistlichen Pater Hepp vornehmen lassen.

Schon damals beglückwünschte uns Bürgermeister Kolb zu unserem Arbeitsgeist und dem Willen nicht aufzugeben, wenn auch immer wieder Schwierigkeiten zu meistern waren.

In der Jahreshauptversammlung am 14.01.1973 plante man dann auch schon die Erweiterung des Heims und was bei uns geplant wird, wird auch durchgeführt und so konnte man im Herbst den Neubau, welcher als Küchen und Bewirtungsraum genutzt wurde, als beendet betrachten.

Wasser ist zum Waschen da und wenn wir es hier oben auch nicht zum Zähne putzen benutzen wollten, so war es doch dringend notwendig.

Und wieder war es der Gemeinderat mit Herrn Kolb, welcher uns abermals unbürokratisch unter die Arme griffen und den Wasseranschluss am Hochbehälter genehmigten.

Diese Arbeit wurde auch noch schnell vor dem Winter erledigt und bei der Nikolausfeier am 08.12.1973 wurde die Wasserleitung von unserem Ehrengast Wilhelm Kolb symbolisch eröffnet, indem er sich ein Glas Wasser eingoss und dieses austrank. 

Bei den in der Zwischenzeit gehaltenen Veranstaltungen stellte man 2 Jahre später rückblickend fest, dass unser Heimchen doch noch zu klein ist und wieder bekamen unsere Arbeitspferde die Sporen und im Oktober 1975 beschloss man das Heim in Richtung Übungsplatz zu vergrößern.

Geplant, getan und so war der Rohbau schon vor Weihnachten 75 fertig – die Inneneinrichtung sollte bis zur Frühjahrsprüfung auch beendet sein.

Doch dann kam wohl der schwärzeste Tag in unserer Vereinsgeschichte, der die Fertigstellung verhinderte.

In der Nacht vom 21. zum 22. Februar 1976 wurde unser mühsam aufgebautes Heim vom Feuer vernichtet – dass dies das Werk eines Brandstifters war, konnte zu 99% behauptet werden, da sich zu dieser Zeit noch kein Strom oder sonst ein anderer Gegenstand der sich von alleine hätte entzünden können im Neubau befand.

An dieser Stelle können wir uns nochmals in aller Öffentlichkeit bei der DJK bedanken, dass uns das Sportheim zur Verfügung gestellt wurde und zwar solange, bis wir wieder eine Unterkunft erstellt hatten.

Wie es in jedem Verein einmal vorkommen kann, dass Meinungs- verschiedenheiten auftreten, so war dies eben auch bei uns einmal der Fall und heftige Diskussionen in der 1. Versammlung im Sportheim der DJK waren der Anlass, dass unser bisheriger Vorsitzender sein Amt niederlegte – dies war damals wie sich später bestätigte, ein zu voreilig gefasster Entschluss, nicht zuletzt deshalb, da er von einem Gast aus einer Ulmer OG negativ beeinflusst wurde.

Heim abgebrannt – keinen 1. Vorsitzenden mehr – OG Taubertal was nun?

Bis zu einer ordentlichen Wahl wurde Herr Werner Bürgel als kommisarischer Vorsitzender ernannt.

Am 11.04.1976 wurde er dann bei einer außerordentlichen Wahlversammlung für dieses Amt bestätigt.

Den 2. Vorsitz und das Amt des Zuchtwartes wurde dann doch von Herrn Kupke weitergeführt.

Man beschloss nun, an gleicher Stelle ein neues Heim zu errichten und zwar diesmal in Massivbauweise, sprich Mauerwerk, da dies wie Horst Deubel damals bemerkte etwas hitzebeständiger sei.

Mit der Auszahlung einer am 04.08.71 abgeschlossener Versicherung war dann doch schon der Grundstock für unser neues Bauvorhaben gelegt – bis es jedoch soweit kam, waren noch einige Hürden zu überwinden.

Im Januar 77 waren dann die Genehmigungen seitens der Stadt und des Landratsamtes da und man konnte die Theorie vergessen und wieder einmal mit vereinten Kräften an die Praxis gehen.

Und am 07.05.77 konnte Richtfest gefeiert werden.

Wasser hatten wir schon, aber keinen Strom und der war dringend notwendig, doch ein Anschluss vom Badenwerk sollte über 10.000,– DM kosten und die hatten wir nicht – ein kleiner Hoffnungsfunken blieb.

Ein eventueller Anschluss im nachbarlichen Aussiedlerhof der Familie Klingert. Doch glaubte niemand an eine Genehmigung seitens des Besitzers – trotzdem, fragen kostest nichts – und so ging man wie arme Bettler zu Josef Klingert und dessen „Ja“ ließ bei den Bittstellern zentnerschwere Steine von den Herzen fallen.

An dieser Stelle, also nochmals herzlichen Dank an unsere Nachbarn und großen Gönnern, der Familie Klingert – und dies kann ich vorwegnehmen hat sich nicht geändert, Hugo ist uns bis heute mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

Harte Zeltbänke und ebensolche Tische, aber unser eigenes Heim, das letztere war es was uns einfach froher und heimischer stimmte als wir unsere 1. Versammlung im neuen Heim am 4. August 77 abhalten konnten – dies sollte aber nicht den Dank vergessen lassen an den Sportverein, der uns fast eineinhalb Jahre beherbergt hatte.

Viel Arbeit war schon getan, aber es blieb bis zur Fertigstellung trotzdem noch sehr viel zu schuften – doch mit letzter Energie wurde dann in den letzten Wochen vor Ostern 1978 die Innenarbeiten hinter uns gebracht.

An dieser Stelle darf ich mich bei all denen bedanken die mitgeholfen haben dieses Werk zu vollenden, Namen von Mitgliedern der OG erwähne ich hier nicht, jeder wird selbst wissen, wie viel Arbeitsstunden, Tage, Wochen und gar Monate zusammenkamen – von den Spenden gar nicht zu reden.

Doch wenn ich Namen aussprechen darf, dann von jenen, die dem Verein gar nicht aktiv angehörten.

Den Plan für das Heim fertigte Herr Alois Veth ohne Honorar.

Herr Heinz Hofmann spendete die Dachrinne incl. Montage.

Herr Walter Faul stellt jederzeit Maschinen und Geräte zur Verfügung.

Herr Julius Eckert aus Königshofen stellte bei der Wasserleitungsverlegung Bagger und Raupe kostenlos zur Verfügung – und unsere Fließen wurden von den Herren Graf Manfred, Igerst Manfred und Öhmann Edwin ohne Entgeld verlegt – besten Dank für diese großartige Unterstützung.

Wenn bis hierher in diesem Rückblick die Meinung entstehen konnte, dass wir eher ein Bau als ein Schäferhundeverein waren, so wird der aufmerksame Zuhörer bemerkt haben, dass wir leider dazu gezwungen waren.

Aber trotz bauen – haben wir auch noch mit dem Hund gearbeitet, Prüfungen, Wettkämpfe und Zuchtschauen durchgeführt.

Erste Kontakte zur Zucht war eine eigene so genannte Pfostenschau mit dem Richter Herrn Vogelmann. 

Zucht, Züchten, Rassestandart was ist das? Es gehört zum Hundesport wie der Ball zum Fussballspiel.

Gebäude eines Hundes – hat das etwa auch mit bauen zu tun?

Ein nach Mannheim verzogener Taubertäler gab mir damals folgende Antwort die ich schmunzelnd zur Kenntnis nahm und zwar bei der Frage nach dem Gebäude seines neu erworbenen Hundes – antwortete er tot ernst: na ja, er is` halt in einer Scheune! – aber Georg lernfähig wie er war und ist hat schnell gelernt dass damit der Körperbau gemeint ist.

Auch in der Leistung konnten wir uns damals schon sehen lassen.

Bei einem Arbeitsgemeinschaftswettkampf von 5 Ortsgruppen mit 36 Hunden waren wir mit 8 Hunden vertreten und belegten den 1.2.4.5.6.7.9. und 10 Platz

Also wie gesagt, auch hier hatten wir die Geburtswehen hinter uns gebracht.

Und so konnten wir mit Stolz am 20. und 21. Mai 78 unser neu erbautes Heim einweihen – Pfarrer Fuchs nahm die geistliche Weihe vor und Schirmherr Wilhelm Kolb und Architekt Alois Veth übernahmen den weltlichen Teil, wie die symbolische Schlüsselübergabe – verpackt mit den passenden Worten.

Einige Jahre vergingen in denen wir uns mehr dem sportlichen Teil widmen,  und die ersten Früchte ernten konnten.

Manfred Faul qualifizierte sich für die badische und dann auch noch für die deutsche Meisterschaft.

Auch bei der Zucht war man mittlerweile aus der Scheune herausgekommen und beim Weltchampionat – unserer Siegerschau in den Gebrauchshund – und Jugendklassen recht erfolgreich vertreten.

Hier war besonders Adam Müller, Georg Schmitz und Hermann Wild zu nennen.

Dass wir auch in der Praxis erfolgreich und damit stolz sein können, bewiesen Erfolge bei der Suche nach Vermissten – ein Jugendlicher, ein 3 jähriges Kind und eine depressive Frau wurden mit Erfolg gesucht und gefunden.

Und dass wir keine Eigenbrötler sind, denke ich, beweisen auch unsere Engagements in den anderen örtlichen Vereinen, wo wir bei Veranstaltungen aktiv mit unseren Hunden mitgewirkt haben und weiterhin werden.

Einige Beispiele: Schulfest bei der Schule im Taubertal, DJK Sportveranstaltungen – Sieger beim Fussballturnier der Vereine, Abend des Sport in der Balbachhalle, Lehrvorführungen für die Schüler der Volksschule und Kindergartenkinder sowie Ferienprogrammgestaltung.

Dass wir uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen konnten, bewies unser nächster Schritt in Sachen Bauen und zwar die Erstellung eines Geräteschuppens – doch das Hauptziel war die Platzvergrößerung, denn nicht nur die Größe von ca. 10 auf 40 Meter war untragbar geworden, auch das Gefälle von ca. 5-6% war für gute Arbeit nicht mehr zumutbar.

So sollte also was 1983/84 geplant wurde, in Angriff genommen werden.

Wieder einmal etwas verlangen, was nicht da war – Geld – und es sollte trotzdem losgehen.

Grundstückskauf oder Tausch, also Verhandlungen waren angesagt und hier hatten wir wie so oft den richtigen Riecher, ja den richtigen „Hund im Zwinger“ nämlich Heinrich von Ballenbach – sprich Heiner Münch in seiner damaligen Position im Amt als Chef des Grundbuchamtes – besten Dank nochmals, Heiner.

Besonderen Dank natürlich an die bereitwilligen Tausch und Verkaufspartner und nicht zuletzt an die fleißigen Mitglieder, die mit Arbeit, Spenden, zinslosen Darlehen usw. auch dieses Werk zur Vollendung brachten.

Wieder mal Grund zum feiern und so konnte man die Platzeinweihung diesmal mit Pater Thadäus, Bürgermeister Jürgen Ansel und Ortsvorsteher Stefan Kolb vornehmen und zwar am 22. und 23 Juni 1985 – und diesmal hatte sich auch ein Abgeordneter des SV in die Diaspora OG Taubertal getraut.

Es war der 2. Vorsitzende der Landesgruppe Herr Ludwig Flickinger, der uns die besten Grüße des SV überbringen und gleichzeitig unseren Ehrenvorsitzenden Herrn Kupke zu seinem 79. Geburtstag gratulieren konnte.

Danach ging der Alltag weiter – sparen – Festchen feiern – immer wieder für die berühmte „müde“ Mark doch die brachten wir auch immer wieder unter die Leute – um unser Heim noch gemütlicher zu machen bauten wir noch einen Kachelofen ein – ein Schmuckstück in unserem Schmuckstück – Wirkung des neuen Blickfangs noch zu erhöhen, wurde auch noch gleichzeitig renoviert.

Also die Arbeit ging und geht scheinbar nie aus.

Zur Belebung des Vereinslebens wurde eine Partnerschaftsbindung mit der OG Bendorf eingegangen (Initiator war Ortsvorsteher Würges) welche wir bis heute nicht bereut haben und mit gegenseitigen Besuchen und angeschlossenem Wettkampf wird diese immer wieder gefestigt.

Auch Ausflüge, Zeltlager und ähnliches haben wir durchgeführt und gerade hier konnte man feststellen, dass dies den kameradschaftlichen Zusammenhalt förderte.

Nach ereignisreichen Jahren standen wir dann Anfang 1986 vor einer neuen Epoche um nicht zu sagen vor einem neuen Anfang – endlich konnten wir uns etwas mehr dem eigentlichen Sport zuwenden, da nun doch die Voraussetzungen für eine bessere Ausbildung und Arbeit mit dem Hund auf dem neuen Platz möglich war.

1986 konnten wir unseren Ehrenvorsitzenden Herrn Hans Kupke zu seinem 

50 jährigen Richteramt gratulieren – Werner Bürgel hob hervor, dass Hans Kupke immer ein Kämpfer der Idee war.

Schäferhundezucht muss Gebrauchshundezucht bleiben.

 

Jahr für Jahr verging mit mehr Arbeit und Freude mit unseren Hunden und man sollte es nicht glauben, man schrieb das Jahr 1992 und wir durften unser

25 jähriges Jubiläum feiern und das taten wir zünftig mit Blasmusik und der Unterstützung vieler Bälmer und wir können nur hoffen, dass heute und morgen wieder viele Gäste unser Fest zu einem Erfolg werden lassen.

Sogar der damalige Landesgruppenvorsitzende von Baden Herr Koch gab uns die Ehre und beglückwünschte uns zu der Vierteljahrhundertfeier.

1993 hatte der Musikverein und 1994 der Gesangverein, ein stolzes Jubiläum, nämlich 100 Jahrfeier,  wo wir auch beim Umzug und beim Festbetrieb mitgeholfen haben.

 

Wieder gingen ein paar Jährchen in’s Land und auf einmal war da die Jahreshauptversammlung am 12.01. 1997

Werner Bürgel legt sein Amt  als 1. Vorsitzender nieder, was bei seinem Jahresbericht offiziell bekannt gegeben wurde und damals hörte man dann doch etwas Wehmut heraus

Aber es war eigentlich kein Geheimnis mehr, da es, wie es sich für eine gute Vereinstruktur gehört, in einer vorherigen Vorstandssitzung von Werner persönlich angesprochen und dann besprochen wurde und man sich so um einen Nachfolger kümmern konnte – und der hatte sich bald herauskristallisiert

Wie beim Wechsel von Kupke auf Bürgel sollte sich schnell herausstellen, dass die OG Taubertal in Sachen 1.Vorsitzende viel Glück haben, denn wer will denn schon so einen verantwortungsvollen und arbeitsamen Posten annehmen?

Und welche OG kann sich so glücklich schätzen wieder einen Vorsitzenden mit so viel Sachverstand, Vor und Weitsicht zu haben.

Wir haben ihn  – und hoffentlich noch recht lange.

Und als erste Amtshandlung ernannte der frisch gewählte Erich Meier für seine unermüdliche Schaffenskraft und seine berühmte sparsame Art immer wieder auf die so genannte „Müde Mark“ achtend – Werner Bürgel zum Ehrenvorsitzenden der OG Taubertal.

Die übrigen Vorstandsmitglieder blieben, so dass Erich einen erfahrenen Stab für seine erste Amtsperiode um sich wusste.

Und wie bei seinem Vorgänger üblich, hatte man auch sofort ein neues Bauvorhaben, nämlich eine Mauertrockenlegung in Verbindung eines Garagen bzw. Kelleranbaus sowie die Verlegung eines Gastanks.

Ab ca. Oktober 97 wurde mit den ersten Arbeiten begonnen und mit zum größten Teil in Eigenarbeit wurde 98 auch ein Baujahr, das dann 1999 zum Abschluss gebracht werden konnte.

Also Garage, Keller, Heizung, Erdgastank und Dachsanierung wurde relativ schnell hinter sich gebracht.

Trotzdem ließ man die sportlichen Aktivitäten nicht fallen – Gegenbesuche bei Vereinjubiläen usw. wurden ebenso wie einige Werbeveranstaltungen bewerkstelligt – beim 75 jährigen Jubiläum unserer Partner OG Bendorf waren wir selbstverständlich präsent.

Und dann kam auch schon das Millenniumsjahr 2000

Wieder ein Baujahr? – nein – diesmal meinte es der Vorsitzende gut mit uns und wir durften etwas mehr feiern, denn ohne das, wird die fast geleerte Kasse nicht wieder voll und der Akku der Helfer wird so auch wieder geladen.

2001 noch ein wenig ausruhen und dann wurde das teure Eurozeitalter eingeläutet, was auch so kleineren Vereinen schon zu schaffen machte.

Trotzdem, wer rastet der rostet und Stillstand ist Rückstand und so sparten wir fleißig – damit wir in 2003 wieder bauen durften.

Was hatten wir im Sinn? – eine neue Küche und deren Anbau, denn im bisherigen Heim war es doch etwas eng, speziell für die Helferinnen in der Küche.  Und der Plan wurde gemacht und eingereicht.

Im Frühjahr 2004 wurde begonnen – im Mai/Juni konnte die neue Edelstahlküche montiert werden.

Der Außenputz und kleinere Restarbeiten waren dann bis zum Federweißenfest erledigt.

Doch hier muss ich mal mit den Bauberichten anhalten und einen Mann besonders hervorheben, wohl wissend das er das nicht will, unser Erich, nicht nur an der Vereinsspitze nein auch an der Arbeitsfront war er der treibende Motor nicht nur mit Worten, sondern mit der Tat. Und das ist ein Dankeswort wert.

Unsere Küche wurde durch den WKD begutachtet und abgesegnet und so konnte man eine ganz offizielle Bewirtung erreichen, da fast alle auch die notwendigen Gesundheitsprüfungen absolvierten und dadurch die Vorschriften erfüllt wurden.

Ab jetzt durfte wieder gespart werden, damit unser nächstes größeres Vorhaben – nämlich unsere Feier zum 40 jährigen Bestehen der Ortsgruppe gehörig gefeiert werden kann.

Also Feste feiern, Werbeveranstaltungen und natürlich die Arbeit mit unserem Hund standen nun wieder im Vordergrund. 

Doch auch die Pflege des Heims und im Außenbereich erfordert viele ehrenamtliche Helfer, denen selbstverständlich auch immer wieder besten Dank.

Wie im Flug vergeht die Zeit und das 2007 – unser Jubiläumsjahr ist gekommen und mit div. Sitzungen der Vorstandschaft und Besprechungen bei den Versammlungen konnte die heiße Phase der Vorbereitungsarbeiten eingeläutet werden.

Doch geht das ohne unsere Frauen, im Leben nicht, denn wie dieser muntere Haufen uns immer wieder hilft, das ist schon beispielhaft und bestimmt nicht überall so. Besten Dank ihr Mädels.

Jetzt wird man wieder feststellen können, dass gerade das Mithelfen aller, den Zusammenhalt und die Kameradschaft fördert.

Nun bin ich tatsächlich beim Schlusswort angelangt, aber 40 Jahre haben eben etwas mehr Inhalt wie 10 oder 25 Jahre.

Und wenn ich in 10 Jahren der Chronik lauschen darf, werde ich mit Stolz feststellen dürfen, dass die Jungen das Erbe nicht nur erhalten, sondern erweitert haben.

Um diesen 50 jährigen Geburtstag auch feiern zu können braucht man vielleicht dieses Rezept:

3 Liter Frohsinn

3 dicke Scheiben Fleiß

1 Schuss Mut

4 Teelöffel Bescheidenheit

500 g Vertrauen

300 g Ruhe und Entspannung

2 gehäufte Esslöffel Geduld

1 Prise Takt und etwas Überlegung

Man füge noch 1 Esslöffel Schwungkraft hinzu und eine starke Dosis Nachsicht – nun übergieße man das Ganze mit aufrichtiger Herzlichkeit und rühre kräftig um – alles mit einem Sträußchen Aufmerksamkeit garniert und mit Heiterkeit servieren.